IN MEHR ALS 50 JAHREN

Papenburg: Diese Feuerwehr-Einsätze sind Anton Lüken unvergessen

Von Jens Sievers, Gerd Schade

Nach der Transrapid-Katastrophe mit 23 Toten am 22. September 2006 suchten unter anderem die damalige Kanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Christian Wulff (Dritter von rechts) das Gespräch mit Anton Lüken (rechts). (Archivbild Lambert Brand)

Papenburg / Sögel. Seit mehr als einem halben Jahrhundert steht Anton Lüken aus Papenburg in Diensten der Feuerwehr. Manche Einsätze sind ihm aus verschiedenen Gründen unvergessen.

Lüken, langjähriger Abschnittleiter, entstammt einer Feuerwehr-Familie. „Das Feuerwehrgen wurde mir vererbt“, antwortet er schmunzelnd auf die Frage, wie er den Weg in die Wehr gefunden habe. Schon sein Großvater Anton Lüken, der anno 1907 das Blumenhaus Lüken in der Wiek in Papenburg gründete, schloss sich der sogenannten Turner-Feuerwehr Untenende an. Das war im Jahr 1908.

In mehr als 40 Jahren machte sich der Großvater um das Feuerwehrwesen der Fehnstadt verdient. Dessen Sohn Alex Lüken trat 1937 in die Feuerwehr ein, blieb 70 Jahre Mitglied, 50 Jahre aktiv, langjähriger Stadtbrandmeister (ab 1963) und begeisterte Anton Lüken für die Feuerwehr.

Auszeichnung mit dem Landesehrenabzeichen in Gold

Dieser wurde kürzlich für seine 50-jährige Mitgliedschaft vom Landesfeuerwehrverband mit dem Ehrenabzeichen in Gold geehrt. Das Ganze erfolgte nachträglich, weil Lüken die Auszeichnung, die ihm bereits 2020 zugestanden hätte, krankheitsbedingt nicht hatte wahrnehmen können.

Zur Auszeichnung gratulierten Anton Lüken (Mitte) der stellvertretende Abschnittleiter Hans-Bernd Ahlers (l.) und Gerd Köbbe. (Foto Jens Sievers)

Nun wurde sie im Rahmen der Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbands Aschendorf-Hümmling durch den Brandabschnittleiter und Verbandsvorsitzenden Gerd Köbbe (Werlte) in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Sögel nachgeholt.

Zwei schwere Unfälle bleiben tief im Gedächtnis

Wenn Anton Lüken auf seine Zeit als aktiver Feuerwehrmann und Führungskraft zurückblickt, sind ihm besonders zwei schwere Unfälle im Gedächtnis haften geblieben. Zu den folgenreichsten Einsätzen gehörte die Transrapid-Katastrophe am 22. September 2006 mit 23 Toten in Lathen. Als Einsatzleiter der Freiwilligen Feuerwehren berichtete er der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel und Ministerpräsident Christian Wulff an Ort und Stelle von den Maßnahmen der Hilfsorganisationen.

(„Wir haben unser Bestes getan“: Lükens Erinnerungen an den Einsatz nach dem Transrapid-Unglück)

Ähnlich schrecklich wie das Inferno an der Transrapidstecke ist Lüken ein schwerer Verkehrsunfall am Splittingkanal in Erinnerung: „Als wir an der Unfallstelle ankamen, lagen bereits drei kleine Kinder einer vietnamesischen Familie tot am Straßenrand.“ Deren ebenfalls verstorbenen Vater und den schwerverletzten Unfallverursacher befreiten die Feuerwehrleute aus den Wracks.

Mit Unimog durch verschlossene Tore gefahren

Aber es gab auch sehr viele Einsätze, bei den Menschenleben und Sachwerte gerettet werden konnten. Unkonventionell, aber erfolgreich – berichtet Lüken – verlief ein Einsatz an der Waldschule, in der ein Feuer ausgebrochen war. Die Feuerwehr konnte nicht auf das Gelände, da es von einem hohen Zaun umschlossen war. „Mit unserem Unimog-Tanklöschfahrzeug bin ich dann notgedrungen durch die verschlossenen Tore durchgefahren.“ Diese „Gewaltanwendung“ habe sich im Nachhinein als richtig erwiesen, da wertvolle Gebäudeteile hätten gerettet werden können.

Anton Lüken begann seine aktive Feuerwehrlaufbahn im Alter von 18 Jahren am 1. Juli 1970 mit dem Eintritt in die Ortsfeuerwehr Papenburg-Untenende, die damals ihr Domizil noch hinter dem Rathaus hatte. Das alte Feuerwehrhaus muss demnächst für den geplanten Neubau im Zuge einer Erweiterung der Stadtverwaltung weichen.

Entwicklung der Obenender Feuerwehr maßgeblich geprägt

Bedingt durch Umzug und den Schritt in die Selbstständigkeit als Berufsgärtner wechselte Lüken 1978 in die Stützpunktfeuerwehr im Stadtteil Obenende. Mit der Ernennung zum Ortsbrandmeister übernahm Lüken früh Führungsverantwortung. In seinen 16 Jahren als Ortsbrandmeister prägte er maßgeblich die Entwicklung der Obenender Feuerwehr.

Weiterbildung wird bei der Feuerwehr groß geschrieben. Das Foto zeigt Anton Lüken (hinten, Dritter von links) bei einem Gruppenführerlehrgang 1988 in Loy (Rastede).(Repro Jens Sievers - Archiv Lüken)

Lüken war überdies als stellvertretender Brandabschnittleiter Emsland-Nord ab Mai 2002 tätig. Nach dem plötzlichen Tod des damaligen Abschnittsleiters Hans Wilholt im Jahre 2003 trat Lüken dessen Nachfolge an und wurde ebenfalls zum stellvertretenden Kreisbrandmeister ernannt. Diese Funktion führte er bis zum Eintreten der Altersgrenze im Jahr 2015 aus. Seit 2015 ist er zudem Ehrenbrandmeister der Stadt Papenburg.

Anforderungen an Feuerwehrleute immer anspruchsvoller

In seiner Dienstzeit habe es immer wieder Veränderungen und Neuerungen gegeben, betont Lüken. Dazu zählen nach seinen Worten die Einführung der „stillen Alarmierung“ mit Meldern sowie der Neubau des Feuerwehrhauses Obenende, die Aufnahme von Frauen in die Wehr und auch das stärkere Bestreben der Träger der Feuerwehren, die Kameraden mit besserer persönlichen Schutzausrüstung auszustatten. Auch die Fahrzeug- und Gerätetechnik habe in dieser Zeit eine gewaltige Entwicklung genommen, denn die Anforderungen an die Feuerwehr seien immer anspruchsvoller geworden.

Die Feuerwehrarbeit habe ihm immer Freude bereitet, weil er mit vielen Menschen kameradschaftlich zusammenarbeiten und einem „sinnvollen Hobby“ nachgehen konnte, erklärt Lüken. Nur gemeinsam mit dem Vorstand des Kreisfeuerwehrverbands habe er als Vorsitzender viel für die Feuerwehren erreichen können.

Die Stärke des Kreisfeuerwehrverbands

Besonders gefallen habe ihm, dass Probleme und unterschiedlichen Auffassungen stets fair diskutiert worden seien und stets zu einem positiven Ergebnis geführt hätten. Das sei immer die Stärke des Kreisfeuerwehrverbands gewesen, der in drei Jahren 75 Jahre alt werde. Es sei ihm ein großes Anliegen, dass diese Grundeinstellung und die althergebrachten Werte auch in Zukunft im Verband lebendig gehalten werden.

 

So können brennende Akkus von E-Autos gelöscht werden

Sögeler Betrieb Künnen stellt Hochvolt-Container und Entsorgungskonzept vor

von Lambert Brand

Sögel. Die Zahl der Fahrzeuge mit Elektroantrieb steigt stetig an – auch im Emsland. Was passiert, wenn ein derartiges Fahrzeug in Brand gerät? Die Feuerwehren haben sich bereits auf die notwendige Löschtaktik eingestellt. Was bisher im Emsland fehlte, war ein sogenannter Hochvolt-Container, um Autos mit brennenden Akkus in kühlendes Wasser einzutauchen. Der ADAC-Dienst und Bergungsunternehmen Künnen in Sögel stellte jetzt der Feuerwehr den für diesen Zweck neubeschafften Behälter vor.

Der Pkw kann für die Kühlung mit einem Kran in den Container gestellt oder aber auch hineingeschoben oder hereingezogen werden.

Bereits im Frühjahr 2021 hatten sich die Kreisfeuerwehrführung und die Sicherheitsbeauftragten der Feuerwehren mit dem Thema „Brennende E-Autos“ befasst. Der Referent Klaus Krebs berichtete über die ersten Erfahrungen und machte deutlich, dass die Einsatztaktiken angepasst werden müssten. Zwar ließen sich die sogenannten Hochvoltfahrzeuge mit viel Wasser löschen. Wenn allerdings die in der Regel gut geschützten Akkus vom Brand betroffen oder sogar deformiert würden, könne es wegen der starken Hitzeentwicklung gefährlich werden, da die brennenden Zellen schwer zu erreichen seien, noch längere Zeit reagierten und dabei weitere Brände verursachen könnten. Das Überstülpen von überdimensionalen Löschdecken über das brennende Auto und das Einbringen einer Löschlanze in den Akku befänden sich in der Testphase und seien nicht risikofrei. Gute Erfahrungen habe man mit Wasser gefüllten Löschcontainern zum Eintauchen der noch glühenden Fahrzeug-Akkus gemacht.

Es gab bei emsländischen Feuerwehren bereits Überlegungen, einen Container zu beschaffen, wie Abschnittsleiter Gerd Köbbe bestätigte. Doch mit der Beschaffung allein sei es nicht getan. Der Behälter müsse als Abrollbehälter von einem Trägerfahrzeug zur Einsatzstelle gefahren werden, der vom Feuer betroffene E-Wagen in den Container gehoben und zu einem sicheren Abstellplatz transportiert werden, um dort noch längere Zeit auszukühlen. Zudem müsse das mit Brandresten, Ölen und Kunststoffen kontaminierte Kühlwasser fachgerecht entsorgt werden. Gerade die letzten Punkte gehören nicht mehr zu den eigentlichen Aufgaben der Feuerwehr.

Weiterlesen ...

Günter Wigbers erhält mit Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes

„25 Ernennungen vorgenommen und elf Fahrzeuge beschafft“

Von Lambert Brand

Sögel. In seiner 15-jährigen Amtszeit hat der ehemalige Samtgemeindebürgermeister der SG Sögel, Günter Wigbers, mehr als 25 Führungskräfte und Ehrenbrandmeister ernannt, die Beschaffung von elf Feuerwehrfahrzeugen und den Bau eines neuen Feuerwehrhauses begleitet. Das berichteten die Vertreter der fünf Ortsfeuerwehren anlässlich der Auszeichnung Wigbers mit der Ehrenmedaille am Bande des Landesfeuerwehrverbandes.

Gemeindebrandmeister Heinz Lückenjans betonte in seiner Laudatio, dass man sicherlich nicht immer einer Meinung gewesen sei, Wigbers jedoch stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Feuerwehren Sögel, Börger, Berßen, Spahnharrenstätte und Werpeloh gehabt habe. Seine Kernaussage sei immer gewesen: „Ihr seid die Fachleute, eure Meinung ist für uns Entscheidungsträger maßgebend“. Lückenjans machte deutlich, dass nicht nur die Beschaffung von Fahrzeugen und Geräten, sondern auch die komplette Neuausstattung mit der neuen persönlichen Schutzausrüstung für Atemschutzgeräteträger von Wigbers auf den Weg gebracht worden und vom Rat beschlossen worden sei. Bei größeren Einsätzen habe sich „der oberste Chef der Feuerwehren“ stets vor Ort ein Bild vom Geschehen gemacht. All das habe das Gemeindekommando bewogen, die hohe und quotierte Auszeichnung über den Kreisfeuerwehrverband beim Landesfeuerwehrverbandes zu beantragen.

Auch der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Gerd Köbbe, bestätigte, dass die Samtgemeinde Sögel ihre fünf Ortsfeuerwehren bedarfsgerecht ausgestattet habe und Wigbers immer “nahe dran“ gewesen sei, wenn es um wichtige Entscheidungen gegangen sei. Köbbe heftete dann Wigbers unter Beifall der anwesenden Ortsbrandmeister und Stellvertreter zusammen mit Lückenjans die Ehrenmedaille an.

Wigbers selbst betonte, dass er nach wie vor großen Respekt vor der Arbeit und dem Aufgabenspektrum der freiwilligen Feuerwehren habe. Auch hätten die Diskussionen bei unterschiedlichen Ansichten stets zu guten Kompromissen geführt. Auf Veranlassung des Gemeindekommandos sei die Erstellung des Bedarfsplanes auf den Weg gebracht worden. 

 

Der bisherige Sögeler Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers (5.v.r.) erhielt aus der Hand des Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Gerd Köbbe (6.v.l.) und Gemeindebrandmeister Heinz Lückenjans (3.v.l.) die Ehrenmedaille des Landesfeuerwehrverbandes am Bande. Zu den Gratulanten zählten die Mitglieder des Gemeindekommandos. Foto: Lambert Brand

Neue LFV-Infos

22.11.2021

hier


 

Zur Ansicht der gesamten Beilage, einfach auf das Bild klicken!

Neue Ausbildung für die Feuerwehren im Emsland

Erstmals findet auf emsländischer Kreisebene nun ein Lehrgang zum Thema CBRN statt. Diese Abkürzung steht für die Begriffe „Chemisch, Biologisch, Radioaktiv, Nuklear“. Vielen wird die alte Bezeichnung ABC noch ein Begriff sein.

Dieser Lehrgang wurde in der Vergangenheit an den Standorten Celle und Loy des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz unterrichtet. Die pandemiebedingte Schließung dieser Einrichtung und die stufenweise Öffnung des Lehrbetriebes (erst digital, nun auch wieder als Präsenzlehrgang) offenbart nun aber einen immensen Lehrgangsstau, den es abzubauen gilt. Das Land Niedersachsen ist dabei auf die Landkreise zugekommen, ob einige Lehrgänge auch auf Kreisebene durchgeführt werden können.

Weiterlesen ...

Brandabschnittleiter Nord Gerd Köbbe und Hans-Bernd Ahlers für weitere 6 Jahre im Amt bestätigt-

- Köbbe und Ahlers auch weiterhin Verbandsvorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Aschendorf-Hümmling e.V.-

von Jens Sievers

Sögel. Zu einer Dienstversammlung des Brandabschnitt Nord sowie einer anschließenden Delegiertenversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Aschendorf-Hümmling e.V. trafen sich sämtliche Führungskräfte der nördlichen Feuerwehren in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) des Landkreises Emsland in Sögel. Brandabschnittleiter Nord Gerd Köbbe eröffnete die Versammlung und verwies auf den einzigen Tagesordnungspunkt an diesem Abend. Aufgrund der zum 01.05.2022 auslaufenden Amtsperiode des Brandabschnittleiters sowie seines Stellvertreters, mussten diese beiden Positionen erneut gewählt werden. Sowohl Gerd Köbbe als auch sein bisheriger Stellvertreter Hans-Bernd Ahlers stellten sich zur Wiederwahl auf. Neben Ahlers kandidierte auch Jan Mammes zum stellvertretenden Brandabschnittleiter, der zurzeit das Amt des Geschäftsführers im Kreisfeuerwehrverband ausführt. Gerd Köbbe begrüßte neben allen Führungskräften der Feuerwehren auch Fachbereichsleiter Sicherheit und Ordnung Christoph Lühn, Henning Mammes vom Landkreis Emsland sowie Regierungsbrandmeister Matthias Röttger und Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff.

Fachbereichsleiter Christoph Lühn übernahm die Wahlleitung und dankte den bisherigen Amtsinhabern für die gute und konstruktive Zusammenarbeit in den letzten fünfeinhalb Jahren. Lühn erklärte allen Anwesenden das Prozedere zur Wahl. Somit werden sowohl der Brandabschnittleiter als auch sein Stellvertreter in einem qualifizierten Vorschlagsverfahren von den stimmberechtigten Ortsbrandmeistern sowie der Gemeindebrandmeister der 21 Feuerwehren im Brandabschnitt Nord gewählt und im Anschluss durch den Kreistag nach Anhörung des Regierungsbrandmeisters ernannt und in das Ehrenbeamtenverhältnis für 6 Jahre berufen.

In einer geheimen Wahl wurde Gerd Köbbe eindeutig im Amt bestätigt. von 25 Stimmberechtigten erhielt er 19 Jastimmen, vier Neinstimmen sowie zwei Enthaltungen. Die Wahl des Stellvertreters konnte Hans-Bernd Ahlers mit 18 Jastimmen gegenüber Jan Mammes mit 7 Jastimmen ebenfalls klar gewinnen. Lühn danke Jan Mammes für seine Kandidatur und gratulierte den beiden Gewählten Köbbe und Ahlers zu ihrem Wahlerfolg.

-Köbbe und Ahlers ebenfalls als Verbandsvorsitzende wiedergewählt-

Neben der Wahl zum Abschnittleiter wurde auch turnusgemäß die Wahl des Verbandsvorsitzenden sowie seines Stellvertreters des Kreisfeuerwehrverbandes Aschendorf-Hümmling e.V. durchgeführt. Regierungsbrandmeister Matthias Röttger übernahm hier die Wahlleitung. Laut Satzung des Kreisfeuerwehrverbandes soll der Abschnittleiter auch gleichzeitig Verbandsvorsitzender sein. Somit konnten Gerd Köbbe und Hans-Bernd Ahlers auch hier einstimmig per Handzeichen wiedergewählt werden.

Im Anschluss an die Wahl berichteten Christoph Lühn sowie Holger Dyckhoff von Neuigkeiten in der Kreisfeuerwehr und des Landkreises Emslands. Unter Anderem sind an der FTZ Sögel mehrere bauliche Veränderungen durchgeführt worden. Trotz der Pandemie laufe die Kreisausbildung auf Hochtouren. Hierzu wurden auch zwei neue Löschgruppenfahrzeuge für die Ausbildung in Auftrag gegeben, die im ersten Quartal 2022 ausgeliefert werden. Des Weiteren befinden sich aktuell zwei ELW2 als Abrollbehälter im Bau. Auch hier ist mit der Auslieferung im kommenden Jahr zu rechnen. Regierungsbrandmeister Röttger ging kurz auf die Novellierung des Niedersächsischen Brandschutzgesetz ein und verwies auf die wichtigsten Punkte. Ein Fahrzeug zur Vegetationsbrandbekämpfung des Landes Niedersachsen ist gerade zur Probe im Landkreis Emsland unterwegs.

v.L.Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff, stv. Abschnittleiter Hans-Bernd Ahlers, Abschnittleiter Gerd Köbbe, Regierungsbrandmeister Matthias Röttger und Fachbereichsleiter Christoph Lühn

Frank Düthmann und Andreas Stricker befördert

– Feuerwehr Kluse leistet bei 61 Einsätzen Hilfe -

jsie Kluse. Anlässlich des diesjährigen Feuerwehrfestes der Feuerwehr Kluse zog Frank Düthmann Bilanz. Düthmann dankte allen Einsatzkräften für das disziplinierte Verhalten während der anhaltenden Pandemie. So konnte trotz aller Einschränkungen die Einsatzbereitschaft stets aufrecht gehalten werden. Besonderer Dank galt der Samtgemeinde Dörpen für die gute Zusammenarbeit und die finanzielle Unterstützung bei Neuanschaffungen. Im Jahr 2021 konnte somit ein Garagenanbau am Feuerwehrhaus fertiggestellt werden. Diese Garage dient als Unterstellmöglichkeit für den Gefahrgut-Anhänger. Der stellvertretende Ortsbrandmeister Andreas Stricker verwies auf den Tätigkeitsbericht. Die Wehr sei in den letzten beiden Jahren zu insgesamt 61 Einsätzen mit knapp 700 Stunden gerufen worden. Die Einsätze gliederten sich in 22 Technische Hilfeleistungen und 39 Brandeinsätzen. Eine Gesamtzahl von knapp 2100 Stunden mit den 32 Dienstabenden haben die Mitglieder ehrenamtlich für die Bürger geleistet.

Nach Absolvierung der erforderlichen Dienstzeit und Lehrgänge konnten Rene Schmunkamp, Stefan Tranel und Philip Sonnenberg zum Oberfeuerwehrmännern befördert werden. Gemeindebrandmeister Horst Kloppenburg beförderte Ortsbrandmeister Frank Düthmann zum Oberbrandmeister und den stellvertretenden Ortsbrandmeister Andreas Stricker zum Brandmeister.

Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff überbrachte die Grüße der Kreisfeuerwehr Emsland und dankte allen für den aufopfernden Einsatz in der Ortsfeuerwehr und darüber hinaus, wie bei der Kreisausbildung, Technischen Einsatzleitung und CBRN-Einheit.

v.L. Bürgermeister Hermann Borchers, Philip Sonnenberg, Frank Düthmann, Stefan Tranel, Andreas Stricker, Rene Schmunkamp, Gemeindebrandmeister Horst Kloppenburg und Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff

Bürgermeister Hermann Borchers dankte auch im Namen des Rates und der Verwaltung der Samtgemeinde Dörpen in seinen Grußworten, allen Angehörigen der Wehr für den unermüdlichen Einsatz und sprach seine große Anerkennung aus. Ein weiterer Dank galt der Alters- und Ehrenabteilung den jahrelang aktiven Dienst geleistet haben und nun ihre Erfahrungen an die jungen weitergeben. Weiter hob er die hohe Einsatzbereitschaft der Einsatzkräfte hervor, die jeden Tag ihr bestes zum Wohle der Bevölkerung geben.

Vegetationsbrandausbildung bei der KFB

Am 16.10. gab es einen besonderen Ausbildungsdienst für die Kreisfeuerwehrbereitschaften den Landkreises Emsland. Zu diesem Termin wurde alle drei Bereitschaften zum Feuerwehrhaus Groß Hesepe eingeladen. Der Kreisbereitschaftsführer Mitte Hermann Grüter und der Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff begrüßten die Anwesenden bevor sie an die Ausbilder übergaben. Als Ausbildungsteam konnten Mitglieder der gemeinnützigen Hilfsorgansiation „@fire“ aus Wallenhorst gewonnen werden. Als Thema wurde „Vegationsbrandbekämpfung“ gewählt. Es ging somit um die Bekämpfung von Flächenbränden. Im theoretischen Block am Vormittag ging es um die Entstehung von Bränden und deren richtigen Bekämpfung. Hier wurde das richtige Schlauchmanagement vorgestellt. Die Nutzung eines Tanklöschfahrzeuges (TLF) im fahrenden oder stoppenden Betrieb (Pump & Roll, bzw. Stop & Go) wurde genauso nähergebracht, wie die richtige Nutzung der Handwerkzeuge (Schaufeln, Hacken, Feuerpatschen).

Am Nachmittag wurden dann die neu erworbenen theoretischen Kenntnisse in der Praxis auf einem Gelände, welches an das Feuerwehrhaus grenzt, geübt. Dazu kamen hierbei noch die Nutzung von Löschrucksäcken und das bilden von Schneisen im Gelände. „Flächenbrände sind keine Seltenheit“, so der Kreisbereitschaftsführer Mitte Hermann Grüter. „Vor allem auf Grund der anhaltenden Trockenheit der letzten Jahre kam es immer wieder zu solchen Einsätzen. Daher sind wir froh, bei einem solchen Ausbildungsgang unser Wissen zu festigen und auch zu erweitern.“

Weiterlesen ...

„Wir wollen einsatzbereit bleiben“

Aufruf der Feuerwehrverbände im Landkreis Emsland 

Liebe Kameradinnen und Kameraden, 

die sogenannte „Corona-Krise“ mit den Auswirkungen einer schweren Pandemie hat auch unser Land fest im Griff. Am Wochenende haben die Landesregierungen weitere einschneidende Maßnahmen beschlossen, die weitreichende Folgen für unser gesellschaftliches Leben haben. Die Dauer ist nicht abzusehen. Was bedeutet das für unsere Feuerwehren:

„Wir wollen einsatzbereit bleiben“ – Das ist unser Anspruch! Wir erfüllen wie in fast keinem anderen Land der Welt freiwillig hoheitliche Aufgaben zum Schutz und zur Sicherheit  unserer Bevölkerung. Das muss auch dieser Krisenzeit so weit wie eben möglich sichergestellt bleiben.

Über unseren Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff haben wir bereits eindeutige 
Handlungsempfehlungen erhalten, die unbedingt befolgt werden müssen. Die angewiesenen  Schutzmaßnahmen sind alternativlos. Das gilt nicht nur für den Einsatzdienst und für den inzwischen sicherlich überall eingestellte Präsenzübungsdienst.

Wir bitten alle Kameradinnen und Kameraden eindringlich, auch im privaten Umfeld ganz streng alle Regelungen zum Eigenschutz und zum Schutz der Bürger einzuhalten. Das bedeutet, die sozialen Kontakte müssen, wie von den Behörden gefordert, drastisch eingeschränkt werden.

Wir Feuerwehrleute werden oft zu Aufgaben herangezogen, die über die eigentliche Feuerwehrarbeit hinausgehen, aber gerne von der Gesellschaft in Anspruch genommen werden und von uns gerne wahrgenommen werden. Wir sind schließlich ein aktiver Teil der Gesellschaft.

In der aktuellen Situation müssen wir uns jedoch die Frage stellen, ob wir wirklich alle an uns herangetragenen (oder eigeninitiativ übernommenen) Aufgaben, die nicht mit der originären Feuerwehrarbeit zu tun haben, übernehmen müssen. Wir sollten für uns überlegen, ob es in dieser Zeit richtig ist, dass wir als Feuerwehr beispielsweise Besorgungen und Einkäufe für Mitbürger tätigen, die nicht mobil sind. Wir wissen, dass viele ehrenamtliche Gruppen aus dem kirchlichen und sozialen Bereich diese Dienste bereits erfolgreich übernehmen und uns damit die Chance zur Zurückhaltung geben.

Nur so und durch die Einhaltung der einschlägigen Empfehlungen schaffen wir es, unsere Kameradinnen und Kameraden soweit wie möglich abzuschirmen und damit die Feuerwehren für den Ernstfall einsatzbereit zu halten.

Herzlichen Dank für Eure Einsicht und Euer Verständnis! Wir wünschen Euch und Euren Familien: Bleibt gesund!  

Mit kameradschaftlichen Grüßen  

Die Vorsitzenden der emsländischen Feuerwehrverbände: 

Andreas Wentker         Wolfgang Veltrup               Gerd Köbbe  

Auch im Namen unseres Kreisbrandmeisters Holger Dyckhoff! 

 

Termine

Keine Termine
  • Aktualisierung: Mittwoch 26 Januar 2022, 06:44:27.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.