Kontakt mit Gift bei den Einsätzen

In Rauchgasen entwickelten sich nicht selten giftige und krebserregende Stoffe, die nicht nur über die Atemwege in den Körper gelangen können, sondern auch über die Haut. Obwohl Feuerwehrleute heutzutage durch die Atemschutzgeräte gut geschützt seien, komme es doch immer wieder vor, dass andere Einsatzkräfte Rauch einatmeten und kontaminiert würden. Ein ganz großes Problem sei die Aufnahme dieser Stoffe über die Poren in der Haut, wenn diese nicht vollumfänglich geschützt werde. Die persönliche Schutzausrüstung müsste nach jedem Brandeinsatz isoliert und fachkundig desinfiziert werden. Strahlrohre und Schläuche müssten unter besonderem Schutz wegräumt und gereinigt werden. Das bedeute, dass in den Feuerwehren zusätzliche Reserven an persönlicher Schutzausrüstung geschaffen werden müssten. Dafür seien erhebliche Investitionen der Träger der Feuerwehren erforderlich, meint Bätge. Für die Verantwortlichen in den Feuerwehren würde es immer wichtiger zu dokumentieren. Diese Nachweise müssen „rechtssicher“ geführt und archiviert werden. Nur so sei es möglich, bei späterem Auftreten der Krebskrankheit die Anerkennung durch die Feuerwehr-Unfallkassen und Berufsgenossenschaften zu erlangen. Denn die Beweispflicht liegt beim Betroffenen.