Tagung der Kreisausbilder der emsländischen Feuerwehren

Auch zeigte er die Problematik auf, dass nicht nur auf Landkreisebene ein Ausbildungsstau entstanden ist, sondern auch auf Landesebene. Die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz mit ihren Standorten in Celle und Loy können den enormen Bedarf derzeit nicht bedienen. Daher soll ein Teil der Ausbildungen in den Landkreisen durchgeführt werden. Also ein weiteres Aufgaben-Plus für die eh stark gebeutelten Kreisausbilder*innen.

Diese Aufgaben ehrenamtlich durchzuführen, wird zu einer Überlastung des Ehrenamtes führen. Über einen Umgang mit diesen Herausforderungen muss noch diskutiert werden. Investitionen in die Kreisausbildung sind in den Standorten Lingen und Sögel bereits getroffen worden und auch vieles wird noch passieren. Neben den beiden Ausbildungsfahrzeugen wird es z. B. die Abrollbehälter für die IuK-Einheiten geben oder auch ein Pick-Up für die FTZ angeschafft. Die 4 Kommandowagen sind ihrer Bestimmung bereits übergeben worden. All diese Beschaffungen seien allerdings nicht einmalig, sondern fortlaufend.

Des Weiteren berichtete Dyckhoff über die Novellierung des Brandschutzgesetzes, wo es zu Neuerungen kommen wird. So wird voraussichtlich der Feuerwehrbedarfsplan auf allen Ebenen (Kommunen, Landkreise, Land) verpflichtend werden. Auch die Arbeit der Kreisfeuerwehrbereitschaften wird neu geregelt. Die aktuelle Hochwasserlage zeigt die Wichtigkeit dieser Einheiten. Die Kreisfeuerwehrbereitschaften sowie die Freiwilligen Feuerwehren sind kein Verein. Die Mitglieder bringen sich für die Allgemeinheit teilweise in Gefahr für Leib und Leben.

Dyckhoff richtete seinen Dank aber auch an den Landkreis, sagte aber dazu „Technik kann man kaufen, Personal (in diesem Fall Ausbilder*innen) nicht!“

Der Kreisausbildungsleiter Frank Burrichter zeigte anhand von Statistiken auf, was die 89 Ausbilder*innen und die acht Hospitanten 2020 und 2021 geleistet haben. Viele Lehrgänge sind allerdings leider dem Lockdown zum Opfer gefallen. In den verschiedenen Lehrgängen gibt es derzeit 755 Interessenten für einen begehrten Lehrgangsplatz. 457 Feuerwehrleuten kann man allerdings leider nur einen Platz zukommen lassen, sodass 298 eine Absage erteilt werden müsse. Im Jahr 2020 wurden für alle Ausbildungen auf Kreisebene insgesamt 1.945 Stunden aufgewendet. Vorausschauend auf 2022 planen Florian Bethke und Frank Burrichter die Sparten „Truppführer“ in Lingen und Sögel weiter auszubauen, den ABC-Lehrgang (CBRN) Teil 1 und 2 durchzuführen, sowie Infotage „Atemschutztraining“ und „Türöffnung“ anzubieten.

Nach der erforderlichen Hospitationszeit konnten noch einige Kameradinnen und Kameraden in den Kreis der Ausbilder aufgenommen werden:

Lisa Lucks, Josef Hannen, Markus Grondmann, Manuel Runge, Dennis Wolken

Fritz Mauer wurde für ein 25jähriges Engagement im Bereich der Ausbildung der Feuerwehrnachwuchskräfte geehrt. Ebenfalls ist Christoph Roth seit 25 Jahren als Ausbilder im Landkreis Emsland tätig. Er konnte aber leider nicht an der Veranstaltung teilnehmen.

Auf Kreisebene wurden folgende Beförderungen ausgesprochen:

Beförderung zur Löschmeisterin Katharina Kracht

Beförderung zum Hauptlöschmeister Thomes Raming

Beförderung zum Brandmeister Florian Bethke und Frank Burrichter

Alle Urkunden wurden nach einer kurzen Laudatio durch Holger Dyckhoff von Dr. Kraujuttis übergeben.

Die Ernannten und der Geehrte mit der Kreisfeuerwehrführung und der Dezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis (3. v.r.)

Für seine 25jährige Tätigkeit als Kreisausbilder wurde Fritz Mauer (5. v.l.) geehrt. Lisa Lucks (4. v.l.) und Josef Hannen (rechts) wurden nach ihrer Hospitationszeit zu Kreisausbildern ernannt.

 

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  • Aktualisierung: Dienstag 05 Oktober 2021, 07:11:51.

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