Presseartikel 2020

Warntag2020

Kreisfeuerwehr bestätigt: Wald- und Flächenbrandgefahr steigt

Zahlreiche Einsätze nach dem Brand landwirtschaftlicher Maschinen

Emsland. Die Kreisfeuerwehr Emsland schließt sich dem Appell des Waldbrandbeauftragten für den Landkreis Emsland, Uwe Aegerter an, angesichts des hohen Gefahrenpotentials große Vorsicht in Wald, Moor und auf Naturschutzflächen walten zu lassen und bittet, rechtzeitig die Feuerwehr über den Notruf 112 zu alarmieren. Bei Erntearbeiten ist es in den vergangenen Wochen zu zahlreichen Maschinenbränden gekommen.

Die emsländischen Feuerwehren sind besorgt, da sowohl der Waldbrand-Gefahrenindex als auch der Grasland-Feuerindex an diesem Wochenende die zweithöchste Stufe vier (hohe Feuergefährdung) erreichen werden. Selbstentzündung sei nur in wenigen Fällen die Brandursache, da hierfür Temperaturen von über 100 Grad Celsius erreicht werden müssten.

Die Wald- und Flächenbrandgefahr hat sich in den letzten Tagen stark erhöht.

Bereits in den letzten Tagen hatte es viele Brände gegeben, die durch Erntemaschinen und Trecker ausgelöst wurden. Das Feuer konnte dank der rechtzeitiger Alarmierung zügig gelöscht und ein Übergreifen auf Felder und Wälder verhindert werden. Da die Getreideernte dem Ende zugeht und viele Stoppelfelder bereits bearbeitet sind, verringert sich diese Gefahrenquelle.

Die Wald-, Flächen und Moorbrandgefahr steige dagegen durch die anhaltende Trockenheit und teilweise heftige Winde erheblich. Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff und seine Stellvertreter Wolfgang Veltrup (Brandabschnitt Mitte), Andreas Wentker (Süd) und Gerd Köbbe (Nord) sind sich einig, dass durch die dezentrale Aufstellung des Feuerwehrwesens im Emsland, die flächendeckende Ausstattung mit Tanklöschfahrzeugen und wasserführenden Löschgruppenfahrzeuge bislang alle Brände rechtzeitig unter Kontrolle gebracht werden konnten. Sie erinnerten dabei an die großen Flächenbrände in Aschendorf und Lingen in diesem Frühjahr, die mit einem massiven Feuerwehraufgebot erfolgreich bekämpft wurden. Die Unterstützung durch THW, Polizei, DRK und MHD sei bei vielen Einsätzen eine wertvolle Hilfe .

Die örtlichen Feuerwehren berichten auch von einer sehr guten Zusammenarbeit mit Landwirten und Lohnunternehmen. Mit großen Schleppern und Güllewagen sicherten sie gefährdete Flächen und halfen bei den Löscharbeiten. Auch das „Schwärzen“ der Felder mit Bodengrubbern oder Pflügen verhinderte oft das Ausbreiten der Flammen und helfe beim Löschen der Glutnester. Auch wenn die Ernte bald beendet sei, bittet die Feuerwehr darum, bei Flächenbränden weiterhin die Feuerwehr zu unterstützen. Hilfreich sei es, mit Wasser gefüllte Güllewagen auf den Höfen in bereitzustellen.

Gerne nehmen die Feuerwehren die Hilfe der Landwirte an, die mit großen Güllefässern notwendiges Löschwasser heranfahren können.

JOSEF PIEPER WIEDERGEWÄHLT

Papenburger Stadtbrandmeister tritt vierte und letzte Dienstzeit an

Von Gerd Schade

Papenburg. Das wird ihm in Papenburg so schnell keiner nachmachen. Zum vierten Mal ist Josef Pieper in das Ehrenamt des Stadtbrandmeisters berufen worden. Die offizielle Dauer seiner letzten Dienstzeit wird der Aschendorfer allerdings nicht mehr voll ausschöpfen.

Größer kann das Vertrauen nicht sein: Einstimmig wählten die Mitglieder des Stadtrates Pieper zu Beginn der Sitzung am späten Donnerstagnachmittag in der Stadthalle Forum Alte Werft in das Ehrenbeamtenverhältnis, dessen Dauer sechs Jahre beträgt. Dann wäre Pieper 67 Jahre alt und hätte damit das zulässige Höchstalter für Stadtbrandmeister erreicht. So lange will er nach eigenem Bekunden aber nicht mehr auf dem Posten bleiben, bekräftigte der Stadtbrandmeister nach seiner abermaligen und letzten Berufung. Voraussichtlich in drei bis vier Jahren werde er das Amt in jüngere Hände abgeben – zeitgleich mit seinem Abschied aus dem Rathaus in den Ruhestand. Beruflich ist Pieper im Bauamt (Technische Gebäudeverwaltung) tätig.

„An vorderster Front“ 

In einer kurzen Laudatio würdigte Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) die bisherigen Verdienste Piepers als Stadtbrandmeister. Er sei „lange Zeit nicht nur im Ehrenamt, sondern an vorderster Front“ aktiv. Schon jetzt sei überdies klar, dass Pieper derjenige sein wird, der das Amt mit Abstand am längsten ausgeübt haben wird. Wie Bechtluft weiter ausführte, sei es dem Aschendorfer „vortrefflich“ gelungen, die drei Papenburger Ortsfeuerwehren (Untenende, Obenende, Aschendorf) mit ihren insgesamt rund 170 freiwilligen Einsatzkräften zu einer Stadtfeuerwehr zu machen, ohne dass sie ihr Profil als Ortsfeuerwehr verloren hätten. „Das ist bei Weitem nicht das einzige, aber ein großes Verdienst“, betonte Bechtluft. Dass es inzwischen beispielsweise einen gemeinsamen Kameradschaftsabend gebe, sei lange undenkbar gewesen. „Menschen wie Du sind für das Ehrenamt einer Stadt eine riesige Hilfe“, rief der Bürgermeister Pieper zu, bevor er ihm die Ernennungsurkunde überreichte.

Zur erneuten Berufung in das Ehrenbeamtenverhältnis gratulierten Josef Pieper (Mitte) Jan Peter Bechtluft (links) und Friedhelm Führs.

Ratsvorsitzender Friedhelm Führs (CDU) fügte hinzu, dass Josef Pieper es geschafft habe, der Feuerwehr in der Öffentlichkeit buchstäblich ein Gesicht zu geben. Das verdiene „alle Bewunderung“.

Feuerwehr: Keine Osterfeuer anzünden

Emsland Zur österlichen Tradition gehört in vielen Gemeinden die Osterfeuer der Dorfgemeinschaften und Vereine. Die Kreisfeuerwehr Emsland weist darauf hin, dass in diesem Jahr keine Osterfeuer entzündet werden dürfen, da die Verfügungen des Landes und des Landkreises entsprechende Veranstaltungen im Rahmen der Corona-Krise nicht gestatten. Zudem stellen unbeaufsichtigt entzündete Osterfeuer bei der aktuellen Trockenheit eine hohe Vegetationsbrandgefahr dar. Die Feuerwehren hatten bereits in der letzten Woche auf die hohe Flächenbrandgefahren hingewiesen. Der sogenannte „Graslandfeuerindex“ des DWD wies gestern (Montag) für das Emsland die zweithöchste Gefahrenstufe aus.

Die Osterfeuerhaufen werden auch nicht mehr umgesetzt, so dass Tiere eventuell gefährdet werden können, die sich in dem zusammengefahrenen Buschwerk aufhalten können. Das Entzünden der Haufen ist eine Ordnungswidrigkeit, wenn es als Brandstiftung gewertet wird, sogar eine Straftat. Zudem sind eventuelle Feuerwehreinsätze in diesen Fällen kostenpflichtig und können den Verursachern unter Umständen mehrere tausend Euro kosten.

Die emsländischen Feuerwehren haben es sich zum Grundsatz gemacht, alles zu unternehmen, in der Zeit der Pandemie einsatzbereit zu bleiben und Risiken einer Infektion zu vermindern. Darum sollten unnötige Einsätze vermieden werden.

Traditionelle Osterfeuer wie hier 2019 in Hüven dürfen in diesem Jahr nicht angezündet werden. Foto: Feuerwehr

Bernhard Schnieders seit 40 Jahren in der Feuerwehr

08.02.2020

Michael von Hebel für 25 Jahre mit Silber geehrt

Jsi Heede. Das Jahr Revue passieren ließ Ortsbrandmeister Reiner Wegmann auf dem diesjährigen Feuerwehrfest. Ein eher ruhiges Jahr mit 40 Einsätzen verzeichnete die Feuerwehr Heede im Jahr 2019, bei denen knapp 800 Einsatzstunden geleistet wurden. Die Einsätze gliederten sich in 18 Brandeinsätzen und 18 Hilfeleistungen sowie 2 Fehlalarmen durch auslösende Brandmeldeanlagen und 2 Brandsicherheitswachen. Wegmann dankte allen Feuerwehrangehörigen für die geleistete Arbeit im vergangenen Jahr. Demnach leisteten die Kameraden mit den Dienstabenden und sonstigen Dienstveranstaltungen eine Gesamtzahl von 3900 Stunden ehrenamtlich zum Wohle der Bevölkerung. Zurzeit sind 63 Kameraden in der Feuerwehr tätig. Davon sind 13 Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung zugeordnet. Nachwuchssorgen hat die Feuerwehr Heede keine. Im vergangenen Jahr konnten zwei Heeder für das Feuerwehramt gewonnen werden, so Wegmann. Ein besonderer Dank galt der Samtgemeinde Dörpen für die gute Zusammenarbeit gerade auch im Bezug bei der Anschaffung eines neuen Mehrzweckfahrzeugs (MZF) im vergangenen Jahr oder bei der aktuellen Planung des neuen Löschgruppenfahrzeugs (LF10).

Im Mittelpunkt des Festes standen Beförderungen und Ehrungen. Für 25- jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr, wurde Michael von Hebel durch den stellvertretenden Brandabschnittleiter Nord, Hans-Bernd Ahlers, mit dem Niedersächsischen Ehrenabzeichen in Silber ausgezeichnet. Für 40 Jahre Dienst im Feuerlöschwesen wurde Bernhard Schnieders geehrt. Zum Oberlöschmeister wurde Clemens Soring nach Abschluss der geforderten Lehrgänge und Dienstzeit, durch den stellvertretenden Gemeindebrandmeister Gerd Gruber befördert.

Geehrte, Beförderte und Ehrende v.L: Ortsbrandmeister Reiner Wegmann, stv. Gemeindebrandmeister Gerd Gruber, Michael von Hebel, Feuerwehrausschussvorsitzender Hermann-Josef Santen, Bürgermeister Antonius Pohlmann, Clemens Soring, Bernhard Schnieders, stv. Ortsbrandmeister Hans Koop und stv. Brandabschnittleiter Nord Hans-Bernd Ahlers Bild: Jens Sievers

Fest der Ehrungen und Beförderungen in Dersum

08.02.2020

Bernd Santen 60 Jahre in der Feuerwehr- Hermann Hannen und Heinrich Janssen für 50 Jahre geehrt

jsi.Dersum. Anlässlich des diesjährigen Kameradschaftsabends zog Dersums Ortsbrandmeister Gerd Gruber Bilanz. Zu insgesamt 51 Einsätzen seien die 49 aktiven Einsatzkräfte ausgerückt, so Gruber. Als Höhepunkte des Einsatzgeschehens in 2019 nannte Gruber die Bankautomatensprengung in Walchum, ein überflutetes Zeltlager in Dersum bei dem knapp 80 Feldbetten aufgebaut werden mussten sowie eine technische Hilfeleistung bei einer Windkraftanlage, bei dem eine Person aus großer Höhe geborgen wurde. Dazu kamen noch nachbarschaftliche Löschhilfen beim Moorbrand in Esterwegen sowie bei dem Großbrand im Papenburger Hafen. Hierbei seien insgesamt knapp 3100 Stunden mit den 23 Dienstabenden ehrenamtlich zum Wohle der Bevölkerung geleistet wurden. Zum weiteren Aufgabengebiet zählte Gruber die Brandschutzerziehung der Schulkinder, sowie den vorbeugenden Brandschutz bei ortsansässigen Unternehmen. Gruber dankte allen Einsatzkräften für die hervorragende Einsatzbereitschaft im vergangen Jahr. Auch im vergangenen Jahr konnten zwei junge Männer für den Dienst in der Feuerwehr verpflichtet werden.

Die Beförderten, Geehrten und Gratulanten von links nach rechts: Brandabschnittleiter Nord Gerd Köbbe, Gemeindebrandmeister Horst Kloppenburg, Sebastian Koop, Christoph Kuper, Thomas Gruber, Heinrich Janssen, Timo Ahlers, Bernd Santen, Andreas Hannen, Dersums Bürgermeister Hermann Cossmann, Walchums Bürgermeister Alois Milsch, Hermann Hannen, Ortsbrandmeister Gerd Gruber sowie stv. Ortsbrandmeister Hans-Bernd Ahlers Bild: Jens Sievers

Ehrungen bei der Feuerwehr Lahn

24.01.2020

von Klaus Meyners

Zum diesjährigen Feuerwehrball der Feuerwehr Lahn begrüßte Ortsbrandmeister Stephan Thesing alle Anwesenden im Saal Rosemann. Dazu gehörten neben den Mitgliedern und Angehörigen der Feuerwehr Lahn auch die Vertreter der Kirche und Kommune, die Abordnungen der Wehren  aus Lorup und Werlte  sowie der Abschnittsleiter Nord  Gerd Köbbe.

In seiner Ansprache zog Ortsbrandmeister Thesing ein Resümee des vergangenen Jahres. So musste die Feuerwehr Lahn zu 10 technischen Hilfeleistungen sowie 8 Brandeinsätzen ausrücken. Die Feuerwehr Lahn besteht zurzeit aus 42 aktiven Mitgliedern sowie 16 Kameraden in der Altersgruppe. Thesing hob nochmal hervor, dass in diesem Jahr  die Feuerwehr mit neuer persönlicher Schutzausrüstung ausgestattet wird und bedankte sich für die gute Unterstützung der Gemeinde Lahn und der Samtgemeinde Werlte.

Bild: Holger Koldemeyer

Das Bild zeigt die beförderten und geehrten Kameraden der Feuerwehr Lahn, den Samtgemeindebürgermeister Ludger Kewe (2.v.l.), den Bürgermeister der Gemeinde Lahn Bernhard Winkler (1. v.r.) sowie den Ortsbrandmeister Stephan Thesing (2.v.r.)

DAS BESCHÄFTIGT EINSATZKRÄFTE IM EMSLAND

"Feuerkrebs ein jahrelang unterschätztes Risiko"

Der Moorbrand in der Esterweger Dose verlangten den Feuerwehren im nördlichen Emsland im vergangenen Jahr einen großen Einsatz ab. Foto: Feuerwehr/Samtgemeinde Nordhümmling

Sögel. Fehlalarme und gewaltsame Türöffnungen in Notfällen halten die Freiwilligen Feuerwehren im nördlichen Emsland zunehmend in Atem. Das ist beim Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbandes Aschendorf-Hümmling in Sögel deutlich geworden. Dort wurde zudem der eklatante Zustand der Katastrophenschutzfahrzeuge im Emsland offenkundig. Es gibt aber auch gute Nachrichten. Ein Überblick.

Mitglieder: Personell sehen sich die Feuerwehren gut aufgestellt. Anders als in anderen Regionen plagen die ehrenamtlichen Helfer auch keine Nachwuchssorgen.

Zahlen? Bitte: Dem Verband gehören derzeit 1460 Mitglieder aus 21 Orts- und drei Werkfeuerwehren an. Darunter sind 1023 aktive Feuerwehrleute (1005 Männer, 18 Frauen), 247 Werkfeuerwehrleute, 104 passive Kameraden in den Altersabteilungen der Ortsfeuerwehren, 65 Mitglieder in den drei Jugendfeuerwehren (Papenburg-Untenende, Aschendorf, Sögel) sowie 21 Musiker in der Feuerwehrkapelle Ahlen.

Die Feuerwehrkapelle Ahlen. Foto: Gerd Schade/Archiv

Einsatzbilanz: Die Feuerwehren rückten 2019 insgesamt 895-mal aus (363 Brandeinsätze, 501 Hilfeleistungen, 31 Fehlalarme). Die Werkfeuerwehren fuhren etwa 200 Einsätze.
Obwohl auch der Sommer 2019 heiß und trocken war, hatten es die Feuerwehren deutlich weniger mit Wald- und Flächenbränden zu tun. Einen Großeinsatz bescherte ihnen aber der Moorbrand an der B 401 bei Esterwegen in Mai. Rund 24 Stunden hatten mehrere Hundert Einsatzkräfte, darunter auch welche aus den Landkreisen Cloppenburg und Leer, ein Feuer auf den Torfabbauflächen im Naturschutzgebiet Esterweger Dose bekämpft.

Notfalltüröffnungen: Zugenommen haben nach Angaben der Verbandsführung um Brandabschnittleiter Gerd Köbbe die Notfalltüröffnungen. So wird die Feuerwehr beispielsweise von der Polizei hinzugerufen, wenn es darum geht, wegen eines möglichen Notfalls gewaltsam in eine Wohnung oder ein Haus eindringen zu müssen, weil sich darin vielleicht hilflose Menschen befinden.

Fehlalarme: Auffällig sind dem Verband zufolge Alarme durch Rauchmelder in Privathaushalten – vor allem dann, wenn die Bewohner nicht zu Hause sind. Demnach ist es häufig so, dass die Melder schlecht gewartet sind. Die Folge: Der Melder „piept“ plötzlich, weil die Batterieladung zur Neige geht. Weiterhin ein Problem aus Sicht der Feuerwehren bleiben Fehlalarme von Brandmeldeanlagen in Firmen. Hier zeichnet sich jedoch keine zufriedenstellende Lösung ab. Denn in Sachen Brandschutz sind die Meldeanlagen nach Auffassung des Verbandes unerlässlich.

Katastrophenschutz: Die sechs bei den Feuerwehren im Emsland stationierten Katastrophenschutzfahrzeuge sind buchstäblich in die Jahre gekommen. Sie haben 30 Jahre und mehr auf dem Buckel. Auch deren Technik ist veraltet. Konkret bleibt in Kürze lediglich noch der in Werlte stationierte Schlauchwagen, ein Unimog mit 2000 Meter Schlauch an Bord, im Dienst. Bei den anderen Fahrzeugen handelt es sich um Löschwagen in Lathen, Meppen, Bawinkel, Geeste und Emsbüren. Drei sind bereits, zwei werden ausgemustert.

Der Schlauchwagen aus Werlte. Foto: Lambert Brand

ZUM EHRENMITGLIED ERNANNT

Sögeler hat das Antlitz der Feuerwehr jahrzehntelang geprägt

von Gerd Schade, Florian Bethke

Sögel. Im Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes (KFV) Aschendorf-Hümmling ist eine Ära zu Ende gegangen. Nach jeweils weit mehr als 30 Jahren hat Lambert Brand seine Ämter als Geschäftsführer und Pressewart des KFV aufgegeben. Alle Posten ist der Sögeler damit aber nicht los.

Beim Neujahrsempfang des Verbandes mit rund 60 geladenen Gästen in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Sögel würdigten die Kameraden Brand mit der Ernennung zum Ehrenmitglied. Abschnittleiter Gerd Köbbe bezeichnete „unseren allseits geschätzten Lambert“ als „das prägende Gesicht unseres Verbandes“. Brand hatte das Amt des Pressewartes beim 1950 gegründeten KFV im Jahr 1982 übernommen, seit 1987 war er zudem dessen Geschäftsführer. 

Eine "Institution"


Für die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann, die die Laudatio hielt, ist Brand eine „Institution“, die nicht zuletzt 2018 beim Moorbrand auf dem Bundeswehrgelände die mediale Außendarstellung und damit das Antlitz der Freiwilligen Feuerwehren im Emsland und darüber hinaus maßgeblich im positiven Sinne geprägt habe. Dabei habe er ein deutlich besseres Bild abgegeben als mancher Bundeswehrsprecher. „Ehrung hat auch etwas mit Gerechtigkeit zu tun“, sagte Connemann. In diesem Zusammenhang lenkte die Christdemokratin den Blick auf Brands Ehefrau Katharina, die ihm stets den Rücken freigehalten habe.

Urkunde und Blumen gab es für Lambert Brand und seine Frau Katharina. Foto: Florian Bethke

Brand steht seit mehr als 45 Jahren in Diensten der Feuerwehr. 1974 in seinem Heimatort Heede der örtlichen Feuerwehr beigetreten, folgte 1986 der beruflich bedingte Wechsel nach Sögel. Seitdem ist Brand in der Feuerwehr der Hümmlinggemeinde aktiv. Brand sei einer, „der immer anpackt“ und ein Mensch, der andere wertschätze und dem man immer vertrauen könne, betonte Connemann. Ausdrücklich lobte sie in höchsten Tönen die Konstanz und Verlässlichkeit des Sögelers, der im Übrigen auch seit Jahrzehnten als Freier Mitarbeiter für unsere Redaktion aktiv ist.

Neben Connemann dankte auch der neue Dezernatsleiter (Dezernat V Recht, Ordnung, Straßenverkehr und Veterinärwesen) Michael Steffens, Lambert Brand für seine herausragende Arbeit. Steffens der die Nachfolge als Dezernatsleiter von Marc-Andrè Burgdorf übernommen hatte, erinnerte sich an das tragische Transrapidunglück auf der Versuchsstrecke in Lathen. Bei diesem Einsatz hatte Brand als Ansprechpartner für sämtliche Presseinstitutionen fungiert und diese professionell mit Informationen versorgt.

Anton Schuten seit 40 Jahren in der Feuerwehr Dörpen

Beförderungen für verdiente Einsatzkräfte

Jsie Dörpen. Dörpens Ortsbrandmeister Wilfried Ahlers zog anlässlich des diesjährigen Feuerwehrfestes im Saal Ellerbrock Bilanz. 81 Einsätze verzeichnete die Feuerwehr Dörpen Jahr 2019, bei denen 1790 Einsatzstunden geleistet worden sind. Dieses ist im Vergleich zum Vorjahr ein kleiner Rückgang gewesen. Die Einsätze gliederten sich in 38 Brand- und 39 technischen Hilfeleistungseinsätzen. Dazu wurden noch 4 Brandsicherheitswachen durchgeführt. Mit den insgesamt 52 Dienstabenden leisteten die Dörpener Einsatzkräfte knapp 4100 Stunden zum Wohle der Bevölkerung. Auch im vergangenen Jahr forderten umliegende Feuerwehren immer häufiger den Rüstwagen und die Drehleiter bei speziellen Einsätzen an, wie zuletzt Mitte Dezember bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B401 in Esterwegen. Ein besonderes Highlight im vergangenen Jahr, war die Neuanschaffung des neuen Einsatzleitwagens (ELW 1) im Oktober, so Ahlers. Dieses hochmoderne Fahrzeug war erforderlich geworden, da das knapp 20 Jahre alte Vorgängerfahrzeug nicht mehr den technischen Anforderungen entsprach. Mit dem neuen, hochmodernen ELW sei es nun möglich den Einsatzleiter noch effektiver an der Einsatzstelle bei der Einsatzdokumentation und Lagekartendarstellung zu unterstützen. Die offizielle Einweihung findet im April statt. Ein besonderer Dank galt der Samtgemeinde Dörpen für die gute Zusammenarbeit und der Abwicklung bei der Neuanschaffung. In hohem Maße dankte Ahlers den Ausbildern der eigenen Wehr für ihre fantastische Arbeit bei den vielen Dienstabenden. Wir haben eine hochqualifizierte ausgebildete Mannschaft, zeigte sich Ahlers sichtlich zufrieden. Ein besonderer Dank galt den Partnerinnen und Partnern der Einsatzkräfte, die ihren Feuerwehrmännern -und Frauen stets den Rücken freihalten.

Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken dankte der Dörper Wehr im Namen des Rates, der Verwaltung, sowie der Gemeinden Dörpen, Neudörpen, Lehe und Neulehe für den unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz zum Wohle der Bevölkerung im vergangenen Jahr. Ein großer Dank galt auch der anwesenden Alters-und Ehrenabteilung, die viele Jahrzehnte einen herausragenden Dienst in der Feuerwehr geleistet haben.

-Anton Schuten für 40 Jahre geehrt-

Im Mittelpunkt des Festes stand die Ehrung für langjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr Dörpen. Gemeindebrandmeister Horst Kloppenburg hatte die große Ehre im Namen des Kreisfeuerwehrverbandes Aschendorf-Hümmling e.V. Anton Schuten mit dem Ehrenabzeichen für seine 40-jährige Mitgliedschaft zu Ehren. Anton Schuten war insgesamt 18 Jahre Ortsbrandmeister der Feuerwehr Dörpen und hat stets seine ganze Kraft in die Arbeit der Feuerwehr gesteckt. So ist Schuten noch heute maßgeblich an der Brandschutzerziehung der Grundschüler beteiligt. Kloppenburg dankte Schuten für seine langjähre Arbeit im Ehrenamt.

Geehrte, und Ehrende v.L Gemeindebrandmeister Horst Kloppenburg, Anton Schuten mit Ehefrau Marianne, Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken, Renè Klahsen, Bernd Schwarte, Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff, Bürgermeister Manfred Gerdes, Ortsbrandmeister Wilfried Ahlers sowie stv. Ortsbrandmeister Andreas Mörker

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.