Kreisfeuerwehrverband führt Workshop für Zug- und Gruppenführer durch „Ständige Fortbildung unumgänglich“

Sögel Nach dem erfolgreichen Auftakt im vergangenen Jahr führte der Kreisfeuerwehrverband Aschendorf-Hümmling wieder einen Workshop für die Zug- und Gruppenführer in den freiwilligen Feuerwehr durch. Schwerpunkte waren dieses Mal die Themen“ Wasserrettung, Überdruckbelüftung, Unterstützung bei Großeinsätzen und die Notfalltüröffnung. Verbandsvorsitzender Gerd Köbbe zeigte sich erfreut, dass sich mehr als 30 Führungskräfte bereiterklärt hatten, einen Samstag für die Erweiterung und Auffrischung des Wissen zu opfern. Auch Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff lobte, dass der Kreisfeuerwehrverband neben der üblichen Ausbildung aktuelle Themen beleuchte und auf so große Resonanz stoße. Ständige Fortbildung sei angesichts der steigenden Anforderungen an die Feuerwehrarbeit unumgänglich.

Nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes wurde der Workshop unter anderem ins Leben gerufen, um „die mittlere Führungsebene“ der Feuerwehr, die im Ernstfall durchaus auch mal die Aufgabe des Einsatzleiters übernehmen muss, über aktuelle Entwicklungen im rechtlichen und technischen Bereich zu informieren.

Beim ersten Thema der Veranstaltung ging es um die Frage, welche Aufgaben kommen auf die Feuerwehren zu, wenn das Alarmstichwort „Person im Wasser“ lautet. Angesichts mehrerer auch tödlicher Wasserunfälle in der letzten Zeit habe dieses Thema eine hohe Aktualität. Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff, der sich als Lehrtaucher mit dem Thema in den letzten Jahren beschäftigte, vermittelte den anwesenden Feuerwehrleuten anhand  einer Scheckliste zahlreichen Tipps und Hinweise für den Ernstfall. Wenn auch die örtliche Feuerwehr nicht selber im Wasser aktiv werden könne, sei es dennoch wichtig, vorbereitende Maßnahmen zu treffen, bis die Feuerwehr- und DLRG-Tauchergruppen unter anderem aus Papenburg eintreffen. Hierzu gehöre, die genau Markierung der Unglückstelle und die Aufnahme von Zeugenaussagen. Auch die Betreuung von Angehörigen und Zeugen sei wichtig. Der stellvertretende Verbandsvorsitzende Hans-Bernd Ahlers (Feuerwehr Dersum) stellte die Möglichkeiten der technischen Ventilation bei Brandeinsätzen vor. Hierbei ging es vornehmlich um die Frage, wie Hochleistungslüfter einsetzt werden können, um betroffene Gebäude rauchfrei zu stellen. Nicht nur der richtige Platzierung der Lüfter, sondern auch die Notwendigkeit, sinnvolle Ausgangsöffnungen zu schaffen und zu sichern seien wichtig, um mögliche Gefahren zu minimieren. „Richtig eingesetzt, sei ein Lüfter eine wertvolle Unterstützung.

Weiterlesen ...

EHRENMEDAILLE FÜR GERD CONENS

Feuerwehr zeichnet Rheder Bürgermeister aus

Rhede. Gelungene Überraschung im Rathaus der Gemeinde Rhede: Dem scheidenden Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) ist vom Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Aschendorf Hümmling die Niedersächsische Feuerwehr-Ehrenmedaille überreicht worden. Diese Medaille wurde im Nordkreis erst zum zweiten Mal verliehen.

Medaille. Urkunde und Blumen gab es für Gerd Conens (5. v. l.). Mit ihm freuen sich (v. l.) Hermann-Josef Gerdes, Stefan Schöpper, Andreas Brak, Gerd Köbbe, Jan Mammes, Jens Willerding und Gerd Husmann. Foto: Florian Bethke

Der erste, der sie bekommen hatte, war Lathens Samtgemeindebürgermeister Karl-Heinz Weber (CDU, wir berichteten), dessen Dienstzeit als hauptamtlicher Verwaltungschef wie die von Conens mit Ablauf des 31. Oktober endet. Der Niedersächsische Landesfeuerwehrverband hat nach Angaben des Kreisfeuerwehrverbandes die Ehrenmedaille für zivile Personen, die nicht aktiv der Feuerwehr angehören und sich besonders um das Brandschutzwesen auf Stadt-, Gemeinde-, Landkreis-, Bezirks- oder Landesebene in Niedersachsen verdient gemacht haben, aufgelegt.

Gerd Köbbe, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Aschendorf-Hümmling, hob während der Verleihung hervor, dass sich Conens während seiner 14-jährigen Amtszeit als Bürgermeister mit großem Engagement und Weitsicht für das Feuerwehrwesen eingesetzt habe. So wurde während dieser Zeit beschlossen, den kompletten Fuhrpark der Feuerwehr Rhede zu erneuern. Auch die Entscheidung für den notwendigen Neubau des Feuerwehrhauses sei durch die Unterstützung Conens’ ermöglicht worden. Der Bürgermeister pflege ein enges Verhältnis zu den Feuerwehren und suche den regelmäßigen Austausch.

Weiterlesen ...

ORTSWEHREN FEIERN KAMERADSCHAFTSFEST

Papenburger Feuerwehr für Moorbrand-Einsatz ausgezeichnet

von Hermann-Josef Döbber

Papenburg. Die drei Ortsfeuerwehren der Stadt Papenburg haben gemeinsam am Samstagabend ihr Kameradschaftsfest gefeiert. Die Neuauflage bei bester Stimmung im Saal des Hotels Hilling am Obenende begann mit der Ehrung von vier und die Beförderung von 19 Mitgliedern. 

Ortsbrandmeister Georg Kruth von der gastgebenden Ortsfeuerwehr Untenende konnte außer den Feuerwehrmännern und -frauen auch zahlreiche Gäste begrüßen. Darunter waren Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff, der stellvertretende Abschnittsleiter EL-Nord Hans-Bernd Ahlers sowie Papenburgs stellvertretenden Bürgermeister Heiner Butke (CDU). Dieser lobte die ständige Einsatzbereitschaft und dankte auch den Partnern der Feuerwehrleute: "Deren Bereitschaft, die Feuerwehrarbeit zu unterstützen, ist alles andere als selbstverständlich." 


Butke bekräftigte die Entscheidung der politischen Gremien, den Mitgliedern der Feuerwehr Vorrang bei der Vergabe von Bauplätzen zu gewähren. Dem sichtlich überraschten Stadtkommando überreichte der stellvertretende Bürgermeister eine vom niedersächsischen Minister Boris Pistorius (SPD) unterzeichnete Urkunde als Dankeschön "für den außergewöhnlichen Einsatz bei der Bekämpfung des Moorbrandes auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 im Herbst 2018",wie es auf dem Schriftstück steht.


Zusammenhalt gewachsen


Stadtbrandmeister Josef Pieper bezeichnete das Fest als inzwischen festen Bestandteil im Veranstaltungskalender der Wehr. "Und das freut mich sehr", so der Aschendorfer. Der Zusammenhalt der Wehren sei auch 2019 weiter gewachsen. "Das kann man an den 216 Einsätzen sehen, die wir gemeinsam bewältigt haben", sagte Pieper. 

Vor allem habe man den Zusammenhalt in den herausfordernden Momenten, von denen es auch in diesem Jahre wieder einige gegeben habe, bemerkt. Als Beispiele nannte er die Großbrände auf dem Gelände des Unternehmens Holzrecycling Papenburg im Nordhafen, in der Poststraße und im sogenannten Schepersturm, wie auch bei der Großübung aller Feuerwehren bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Aschendorf.

Neben zahlreichen Beförderungen wurden die Jubilare geehrt (vorne von links): Alfred Meyer mit Ehefrau Helena, Cord-Eike Seevers mit Ehefrau Eva-Maria, Peter Kruse mit Ehefrau Monika sowie Ingo Vosse mit Ehefrau Petra durch Holger Dyckhoff und Hans-Bernd Ahlers. Foto: Hermann-Josef Döbber

Weiterlesen ...

DELEGIERTENVERSAMMLUNG IN SÖGEL

Feuerwehr im nördlichen Emsland mit Brandschutznovelle zufrieden

Sögel. Der Kreisfeuerwehrverband Aschendorf-Hümmling ist nach Mitteilung des Verbandsvorsitzenden Gerd Köbbe mit dem Ergebnis der Novelle des Brandschutzgesetzes zufrieden, besonders im Hinblick auf die ergänzende Absicherung der Feuerwehrkameraden durch den neu aufgelegten Fond der Feuerwehrunfallkasse.

Besonders im Vordergrund stand bei den Gastrednern der Delegiertenversammlung in Sögel der Moorbrand und das novellierte Brandschutzgesetz. Foto: Marina Heller

Wie der aktuelle Entwicklungsstand des novellierten Brandschutzgesetzes aussieht, stellte Regierungsbrandmeister Matthias Röttger auf der Delegiertenversammlung des Verbandes in Sögel vor. Eine Projektgruppe des Landesfeuerwehrverbandes habe sich in den vergangenen Monaten intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und Lösungsvorschläge erarbeitet. 

Neben der Definition der Kernaufgaben von Freiwilligen Feuerwehren ging es hierbei unter anderem um die Feuerwehrbedarfsplanung, Gesundheitsmanagement, Finanzierung und Fördermittel, Stärkung belasteter Regionen sowie der Stärkung des Katastrophenschutzes. „Der Brandschutz ist besonders in den Bereichen Bevölkerungsschutz und Krisenmanagement ein wichtiges Element, das besonderer Unterstützung bedarf“, so Röttger.

Der pflichtete auch Bernd Busemann (CDU), Vizepräsident des niedersächsischen Landtages, bei. „Die Strukturkommission für Feuerwehren hat einen 145-seitigen Strukturbericht erstellt, in dem es um den Brandschutz, Nachwuchs, Digitalisierung und das Image der Feuerwehren geht“, berichtete Busemann. Er sprach der Arbeit der Feuerwehren seine „allerhöchste Wertschätzung“ aus.

Mit Blick auf den Moorbrand bemängelte er die fehlende Kommunikation der Bundeswehr mit den Feuerwehren des Emslandes. „Die umliegenden Feuerwehren haben meiner Meinung nach einen Anspruch auf Auskünfte“, so Busemann. Sein Vorschlag sei die Anschaffung von Geräten für den gemeinsamen Gebrauch.

Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff teilte mit, dass es „künftig wichtig ist, technische Missstände zu beheben, die Feuerwehren um die Wehrtechnische Dienststelle in Meppen zu stärken und Synergien zu schaffen.“

Sögels Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers (CDU) bedankte sich für die geleistete Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren während des Moorbrandes. „Unsere Freiwilligen Feuerwehren haben in diesen Wochen viel Arbeit und Verantwortung getragen“, so Wigbers.

"IMMER MEHR ALS SEINE PFLICHTEN ERFÜLLT"

Kreisfeuerwehrverband verabschiedet Vorstands-Urgestein

Sögel. Nach 37-jähriger Vorstandsarbeit hat der Kreisfeuerwehrverband Aschendorf-Hümmling den Geschäftsführer und Pressewart Lambert Brand verabschiedet.

Regierungsbrandmeister Matthias Röttger (links) und der Verbandsvorsitzende Gerd Köbbe (rechts) überreichten Lambert Brand (Mitte) das Deutsche Feuerwehr Ehrenkreuz in Gold für seine 37-jährige Vorstandstätigkeit. Foto: Marina Heller

„Lambert Brand hat sich seit Jahren intensiv für die Interessen des Kreisfeuerwehrverbandes eingesetzt und dabei immer mehr als seine Pflichten erfüllt“, dankte Regierungsbrandmeister Matthias Röttger. In seiner Funktion als Pressesprecher der Kreisfeuerwehr Emsland habe Brand besonders im vergangenen Jahr während des Moorbrandes wertvollen Einsatz geleistet und erarbeitete darüber hinaus mit Masterstudierenden der Hochschule Osnabrück ein Konzept zur Nachwuchsgewinnung und Kommunikation für Feuerwehren. Als Anerkennung für seine langjährigen Dienste überreichte Röttger ihm das Deutsche Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold.

Zum Vorstand des Kreisfeuerwehrverbandes Aschendorf-Hümmling gehören neben den Stadt- und Gemeindebrandmeistern Beisitzer Martin Pülsken (v.l.), Beisitzer Hermann Hackmann, Geschäftsführer Jan Mammes, Verbandsvorsitzender Gerd Köbbe, Schriftführer Achim Will und der stellvertretende Vorsitzende Hans-Bernd Ahlers. Auf unserem Foto mit dem ausscheidenden Mitglied Lambert Brand. Es fehlt Pressewart Jens Sievers. Foto: Marina Heller

Die freigewordenen Vorstandsposten standen auf der Delegiertenversammlung zur Wahl. Zum neuen Geschäftsführer wählten die Mitglieder Jan Mammes, der bereits als Schriftführer im Vorstand tätig war. Das Amt des Schriftführers übernimmt künftig Achim Will und die Funktion des Pressewartes hat nun Jens Sievers inne.

Verbandsvorsitzender Gerd Köbbe blickte auf das vergangene Jahr zurück. Nach seinen Angaben besteht der Kreisfeuerwehrverband derzeit aus mehr als 1400 Mitgliedern, die in den Orts- und Werkfeuerwehren sowie den drei Jugendfeuerwehren, den Altersabteilungen der jeweiligen Ortsfeuerwehren und der Feuerwehrkapelle Ahlen tätig sind.

Landwirte helfen bei Flächenbränden


Das aktuelle Einsatzaufkommen in diesem Jahr, insbesondere auch die Anzahl der Wald- und Flächenbrände, halte sich im Vergleich zu 2018 in Grenzen. Durch frühzeitige und umfangreiche Alarmierung seien die Feuerwehren bei vielen Einsätzen schnell Herr der Lage geworden. Der gefährliche und ausgedehnte Moorbrand in Esterwegen Anfang Mai konnte innerhalb von zwölf Stunden erfolgreich bekämpft werden. Starke Unterstützung habe man bei den Flächenbränden durch die Landwirtschaft erfahren.

Kritik am Zustand der KAT-Fahrzeuge


Kritisch ist Köbbe zufolge  der Zustand der sogenannten KAT-Fahrzeuge des Bundes, die entweder schon ausgefallen oder aus Altersgründen bald abgängig seien. Die Ersatzbeschaffungen durch den Bund ließen leider auf sich warten. „Aus dem aktuellen Einsatzgeschehen wissen wir, wie wichtig die Reinigung kontaminierter Einsatzkleidung ist“, so Köbbe. Bei mehreren Einsätzen habe die Kleidung ausgetauscht werden müssen. In einem Fall mussten die Fahrzeuge durch Fachfirmen grundgereinigt werden, da sie mit Schadstoffen behaftet waren. Nahezu emslandweit ist mittlerweile die digitale Alarmierung eingeführt. Während die Übermittlung von Meldungen in der Regel funktioniere, sei die Hardware jedoch fehleranfällig.

Ausrüstung der Gruppen für den CBRN-Einsatz fehlt


Kritisch ist aus Köbbes Sicht der Sachstand bei der Einführung und Ausrüstung der Gruppen für den CBRN-Einsatz (Abwehr chemischer, biologischer, radioaktiver und nuklearer Gefahren). „Die CBRN-Gruppen sind nicht einsatzbereit, obwohl seitens der Feuerwehren Personal zur Verfügung steht“, kritisierte Köbbe. Man erwarte hier mehr Kooperation und Einhaltung der Vereinbarungen bezüglich Ausrüstung und Ausbildung von den Fachbereichen des Landkreis Emsland. Zuversichtlich sei man, dass der neue Landrat Marc-André Burgdorf die Arbeit der Feuerwehren weiterhin unterstütze.

 

Termine

Keine Termine
  • Aktualisierung: Dienstag 12 November 2019, 06:38:13.
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.