Feuerwehr Dersum leistet bei 50 Einsätzen Hilfe

Marcel Brümmer neuer Truppführer

von Jens Sievers

Dersum. Anlässlich der diesjährigen Mitgliederversammlung im Feuerwehrhaus Dersum zog Ortsbrandmeister Gerd Gruber Bilanz. Aufgrund des Corona bedingten Lockdown im Frühjahr musste die Mitgliederversammlung im März ausfallen und wurde nun im September nachgeholt. Anders als in den Jahren zuvor wurde diese in der Fahrzeughalle durchgeführt, um die geltenden Corona-Regen einzuhalten. In seinem Jahresrückblick verwies Gruber auf insgesamt 50 Einsätze, die sich in 26 Brandeinsätzen und 21 technische Hilfeleistungen aufteilten. Hinzu kamen noch drei Übungen. Mit den 23 Dienstabenden leisteten die Ehrenamtlichen knapp 3200 Stunden zum Wohle der Bevölkerung. Der Altersdurchschnitt der 49 aktiven Kameraden liegt bei durchschnittlich 34 Jahren. Hinzu kommen noch sieben Kameraden der Alters- und Ehrenabteilung. Auch im vergangenen Jahr wurden mehrere Lehrgänge an den Landesfeuerwehrschulen Celle und Loy sowie auf Kreisebene besucht und mit guten Noten abgeschlossen. Gruber dankte allen Kameraden für das Engagement im vergangenen Jahr auch für die Mitwirkung bei vielen Veranstaltungen rund um das Gemeindeleben wie Schulfest und den Besuch des Kindergartens. Für den Dienst in der Feuerwehr konnten zwei junge Kameraden neu verpflichtet werden.

Im Mittelpunkt der diesjährigen Mitgliederversammlung standen mehrere Wahlen um Posten des Ortskommandos, der Stützpunktfeuerwehr. Einstimmig wiedergewählt wurde Hermann Hackmann als Gruppenführer. Ralf Wacker der seit 17 Jahren im Ortskommando tätig ist und seit mehreren Jahren die Funktion des Truppführers innehatte, stand für eine erneute Kandidatur aus persönlichen Gründen nicht zur Wahl. Marcel Brümmer konnte sich im Laufe der Wahl gegen zwei weitere Kandidaten durchsetzen. Kassenwart Hans-Hermann Santen wurde ebenfalls einstimmig erneut gewählt. Ansgar Krull der das Amt des Zeugwarts nun 3 Jahre ausgeübt hatte, stand ebenfalls nicht erneut für eine Kandidatur zur Verfügung. Christian Remke bekam das Vertrauen der Versammlung und wurde einstimmig gewählt.

Bild des aktuellen Ortskommandos - von links: Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken, Bürgermeister Hermann Cossmann, Josef Hannen, Ortsbrandmeister Gerd Gruber, Hans-Hermann Santen, Henrik von Ohr, Hermann Bögemann, Christian Pohlmann, Marcel Brümmer, Christian Remke, stv. Abschnittleiter und stv. Ortsbrandmeister Hans-Bernd Ahlers, Hermann Hackmann (Foto: Jens Sievers)

Die Gerätewarte Josef Hannen, sowie der Atemschutzgerätewart Hermann Bögemann verwiesen in ihrem kurzen Bericht auf einen tadellosen Zustand der Fahrzeuge und der Gerätschaften. Besonderer Dank galt den Kameraden, die sich für die Atemschutzstrecke in der FTZ Sögel und für die ärztliche Untersuchung in Papenburg die Zeit nehmen um diese Anforderung erfüllen.

Samtgemeindebürgermeister Hermann Wocken sowie Bürgermeister Hermann Cossmann dankten allen Kameraden für die aufopfernde Tätigkeit zum Wohle der Bevölkerung. Gerade in dieser schwierigen Zeit aufgrund der Pandemie sei dieses eine neue Herausforderung für die Feuerwehr.

Der stellvertretende Ortsbrandmeister und stv. Abschnittleiter Nord Hans-Bernd Ahlers übergab die Grüße vom Kreisfeuerwehrverband Aschendorf-Hümmling, sowie des Landkreises Emslandes

Feuerwehr Spahnharrenstätte mit neuer Leitung Dieter Steenken und Achim Will übernehmen

Von Lambert Brand

Spahnharrenstätte Die Freiwillige Feuerwehr Spahnharrenstätte wird seit kurzem von dem neuen Ortsbrandmeister Dieter Steenken und seinem Vertreter Achim Will geleitet. Der Samtgemeinderat hatte dem Vorschlag der Mitgliederversammlung zugestimmt. Im kleinen Rahmen fand die offizielle Ernennung statt.

Wegen der Corona -Krise verzichteten die Samtgemeinde und die Feuerwehr auf die Amtsübergabe im großen Rahmen. Die Verabschiedung des bisherigen Ortsbrandmeisters Alfons Bahlmann und seines Vertreter Arno Will soll nachgeholt werden. Sowohl SG-Bürgermeister Günter Wigbers als auch Spahnharrenstättes Ratsvorsitzender Reinhard Timpker wiesen auf die langjährigen Verdienste der scheidenden Führungskräfte hin. In deren langjährigen Amtszeit sei die Feuerwehr erfolgreich weiterentwickelt worden.

Dass die Ansprüche an die Feuerwehrarbeit ständig zunimmt, machte Samtgemeindebürgermeister Wigbers deutlich. Daher sei man dankbar, zwei erfahrene Feuerwehrleute für die Übernahme der anspruchsvollen Ämter gefunden zu haben. „Unsere neuen Führungskräfte stammen aus bekannten Spahnharrenstätter Familien, in die Feuerwehrarbeit Tradition hat“, sagte Bürgermeister Timpker und wies darauf hin, dass schon die Väter von Steenken und Will langjährig Aktivposten der Wehr waren. Die Gemeinde Spahnharrenstätte sei dankbar, eine starke Feuerwehr in ihren Reihen zu haben.

Dieter Steenken und Achim Will sind seit 1999 Mitglieder der Feuerwehr.  Während Steenken als stellvertretender Gruppenführer Erfahrungen sammelte, blickt Will auf eine mehrjährige Tätigkeit als Schriftführer und Pressewart im Ortskommando zurück und bekleidet neben weiteren Aufgaben in der technischen Einsatzleitung seit diesem Jahr das Amt des Schriftführers im Kreisfeuerwehrverbands Aschendorf-Hümmling. Zurzeit gehören 41 Feuerwehrleute im aktiven Dienst und sieben Kameraden der Altersabteilung der Wehr an.

Dieter Steenken und Achim Will (vorne links und rechts) leiten neuerdings die Feuerwehr Spahnharrenstätte. Zur Ernennung gratulierten im Corona bedingten kleinen Rahmen (hinten von links) Samtgemeindebürgermeister Günter Wigbers, Gemeindebrandmeister Heinz Lückenjans, SG- Feuerwehrsachbearbeiter Ludwig Schmitz und Bürgermeister Reinhard Timpker. Foto: Lambert Brand

Feuerwehrausbildung auf Kreisebene wird fortgesetzt

Feuerwehrausbildung auf Kreisebene wird fortgesetztBesondere Sicherheitsvorkehrungen – Großer Lehrgangsbedarf

Von Lambert Brand

Sögel/Lingen Nach einer längeren Pause infolge der Corona-Pandemie haben die Ausbilder der Kreisfeuerwehr Emsland den Lehrgangsbetrieb an den Ausbildungsstandorten  in der FTZ Sögel und der Dependance Lingen wieder eröffnet. Die beiden neuen Ausbildungsleiter Frank Burrichter und Florian Bethke hatten ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet, dem die Kreisverwaltung zustimmte.

Kaum im Amt und schon Krisenmanager: die beiden erst im Februar ernannten  Kreisausbildungsleiter Frank Burrichter (links) und Florian Bethke. Mit einem umfassenden Konzept konnten sie und Ihre Ausbilderkollegen den Ausbildungsbetrieb wieder anfahren. Foto: Lambert Brand

„Die emsländischen Feuerwehren verzeichnen weiterhin steigende Mitgliederzahlen“, sagte Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff anlässlich der Wiederaufnahme des mit Beginn der Corona-Krise unterbrochenen Sprechfunklehrgangs in der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Sögel. Um die Nachwuchskräfte weiterhin zu motivieren und bei den Einsätzen heranziehen zu können, seien frühzeitige Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen erforderlich. Dyckhoff und Abschnittsleiter Wolfgang Veltrup freuten sich, dass es den beiden Kreisausbildungsleitern Frank Burrichter und Florian Bethke gelungen sei, ein schlüssiges Konzept vorzulegen, das vielfältige Vorsichtsmaßnahmen beinhalte. Beide hatten erst im Februar ihre Aufgabe übernommen und wurden kurz darauf vom „Lock Down“ in der Feuerwehrausbildung überrascht, der mit dem Einstellung des Lehrgangsbetriebes an der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) einsetzte - „zum Schutz der Ausbilder und der Auszubildenden“ , wie es hieß.

Begonnene Kreislehrgänge mussten Mitte März abrupt beendet werden, was nach Ansicht der Verantwortlichen „nicht optimal“ war. Geplante Termine wurden abgesetzt. Die bisherige jährliche Pensum von 20 bis 25 Kursen mit rund 1000 Lehrgangsteilnehmern werde in 2020 nicht mehr erreicht werden können, sagten Burrichter und Bethke.

Das von ihnen mit Unterstützung der Spartenleiter erstellte Hygienekonzept erhält neben den allseits bekannten Schutzmaßnahmen noch vielfältige Hinwiese und Vorgaben für die Feuerwehrausbildung, die langsam in Theorie und Praxis hochgefahren wird. Besonders herausfordernd ist die Einhaltung der Abstandsregeln in den Ausbildungssälen, was durchaus kreatives Handeln erfordere. Durchnummerierte Einzeltische, Pausen -und Verpflegungs- und Anreiseregeln gehören zu den Handlungsanweisungen. Erfreut zeigten sich die Ausbilder der wieder angelaufenen Sprechfunklehrgänge, dass die jungen Kameraden mit großem Interesse bei der Sache sind und die vor der Einstellung des Lehrganges vermittelten Lerninhalte nicht vergessen hatten.

Die Kreisfeuerwehr Emsland hat den Lehrgangsbetrieb in Sögel und Lingen wieder aufgenommen. Die Teilnehmer und Ausbilder des Sprechfunkgangs in Sögel wurden Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff, Abschnittsleiter Wolfgang Veltrup und den beiden Kreisausbildungsleitern Florian Bethke und Frank Burrichter begrüßt. Foto: Lambert Brand

Trotz aller Einschränkungen sieht man in der Kreisfeuerwehrführung und bei den Ausbildungsleitern auch Chancen, die Ausbildung zukünftig zumindest teilweise zu verändern und zum Beispiel Möglichkeiten des E-Learning zu erproben. Auch an den NABKs werden dazu Ideen entwickelt. 

Auch die örtliche Ausbildungsarbeit in den Wehren war Mitte März entsprechend den Anweisungen der Kreisfeuerwehr eingestellt worden. Lediglich die notwendigsten Maßnahmen, um Fahrzeuge und Geräte einsatzbereit zu halten, wurden durchgeführt. Die oberste Prämisse der Wehren war, alles zu tun, um einsatzbereit zu bleiben. Dieses Ziel wurde in den vergangen Monaten von allen Feuerwehren erreicht. Mittlerweile lassen die meisten Wehren die Ausbildungsarbeit unter Beachtung besonderer Schutzmaßnahmen langsam wieder anlaufen.

„Wir wollen einsatzbereit bleiben“

Aufruf der Feuerwehrverbände im Landkreis Emsland 

Liebe Kameradinnen und Kameraden, 

die sogenannte „Corona-Krise“ mit den Auswirkungen einer schweren Pandemie hat auch unser Land fest im Griff. Am Wochenende haben die Landesregierungen weitere einschneidende Maßnahmen beschlossen, die weitreichende Folgen für unser gesellschaftliches Leben haben. Die Dauer ist nicht abzusehen. Was bedeutet das für unsere Feuerwehren:

„Wir wollen einsatzbereit bleiben“ – Das ist unser Anspruch! Wir erfüllen wie in fast keinem anderen Land der Welt freiwillig hoheitliche Aufgaben zum Schutz und zur Sicherheit  unserer Bevölkerung. Das muss auch dieser Krisenzeit so weit wie eben möglich sichergestellt bleiben.

Über unseren Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff haben wir bereits eindeutige 
Handlungsempfehlungen erhalten, die unbedingt befolgt werden müssen. Die angewiesenen  Schutzmaßnahmen sind alternativlos. Das gilt nicht nur für den Einsatzdienst und für den inzwischen sicherlich überall eingestellte Präsenzübungsdienst.

Wir bitten alle Kameradinnen und Kameraden eindringlich, auch im privaten Umfeld ganz streng alle Regelungen zum Eigenschutz und zum Schutz der Bürger einzuhalten. Das bedeutet, die sozialen Kontakte müssen, wie von den Behörden gefordert, drastisch eingeschränkt werden.

Wir Feuerwehrleute werden oft zu Aufgaben herangezogen, die über die eigentliche Feuerwehrarbeit hinausgehen, aber gerne von der Gesellschaft in Anspruch genommen werden und von uns gerne wahrgenommen werden. Wir sind schließlich ein aktiver Teil der Gesellschaft.

In der aktuellen Situation müssen wir uns jedoch die Frage stellen, ob wir wirklich alle an uns herangetragenen (oder eigeninitiativ übernommenen) Aufgaben, die nicht mit der originären Feuerwehrarbeit zu tun haben, übernehmen müssen. Wir sollten für uns überlegen, ob es in dieser Zeit richtig ist, dass wir als Feuerwehr beispielsweise Besorgungen und Einkäufe für Mitbürger tätigen, die nicht mobil sind. Wir wissen, dass viele ehrenamtliche Gruppen aus dem kirchlichen und sozialen Bereich diese Dienste bereits erfolgreich übernehmen und uns damit die Chance zur Zurückhaltung geben.

Nur so und durch die Einhaltung der einschlägigen Empfehlungen schaffen wir es, unsere Kameradinnen und Kameraden soweit wie möglich abzuschirmen und damit die Feuerwehren für den Ernstfall einsatzbereit zu halten.

Herzlichen Dank für Eure Einsicht und Euer Verständnis! Wir wünschen Euch und Euren Familien: Bleibt gesund!  

Mit kameradschaftlichen Grüßen  

Die Vorsitzenden der emsländischen Feuerwehrverbände: 

Andreas Wentker         Wolfgang Veltrup               Gerd Köbbe  

Auch im Namen unseres Kreisbrandmeisters Holger Dyckhoff! 

 

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  • Aktualisierung: Samstag 19 September 2020, 15:21:46.

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